S06E09: Buchclub: Warum du wirklich bei Projekten nicht weiterkommst – Podcast-MiniSerie von Jesta Phoenix (#65)
Staffel 06

 
 
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Worum geht’s in dieser Folge?

Wir haben heute wieder eine Ausgabe unseres allseits beliebten Buch-Clubs. Das wird besonders meine Hörerinnen und Hörer auf Spotify freuen, denn dort sind diese Buchclub-Folgen besonders beliebt. Und bei mir zu Gast ist wie immer – Martin Schmidt.

Wobei, wenn wir ganz ehrlich sind… das ist heute gar kein richtiger Buchclub, sondern eher sowas wie ein Podcast-Club. Oder ein Hörbuch-Club. Denn heute starten wir ein kleines Experiment und probieren was Neues.

Also, wir sprechen heute über eine Podcast-Miniserie mit dem Titel: Warum du wirklich bei Projekten nicht weiterkommst

Was kann man sich da drunter vorstellen? Naja, das sind vier zusammenhängende Podcast-Folgen, jede so ca. 20 Minuten lang, aus einem Podcast, der heißt „Slow Business Coach” und wird gemacht von Jesta Phoenix. Jesta nennt den Podcast einen „Podcast für visionäre Pragmatiker”, und insgesamt gibt es schon über 60 Folgen.

Martin und ich, wir haben uns diese vier Folgen angehört und tun mal so, als wäre es ein Buch, das wir da zu besprechen haben. Wie gesagt, in Wirklichkeit ist es aber was zum Anhören.

#1: Inhalt: Worum geht es in diesen Podcasts?

Die Podcast-Serie beschäftigt sich mit der Erörterung der Frage, warum man bei Projekten nicht weiterkommt. Dabei hat Jesta Phoenix vier Hauptkomponenten herausgearbeitet und sie jeweils in eine eigene Podcast-Folge verpackt:

  1. Du und die Struktur: Wenn ich nur eine ordentliche Struktur hätte. Wenn ich nur endlich ein gescheites To-Do-System hätte.
  2. Du und die Disziplin: Hach, ich müsste einfach nur in die Puschen kommen…
  3. Du und die Zeit: Wenn ich nur Zeit hätte, dann würde ich…
  4. Du und die Erlaubnis: Wir suchen nach Erlaubnis im Außen, wenngleich die Erlaubnis nur von Innen kommen kann.

Der Sinn des Podcastes ist, die missverstandenen bzw. die wahren Gründe für das Nicht-Weiterkommen herauszufinden. Jesta Phoenix hat in ihren Coachings die Erfahrung gemacht, dass die meisten ihrer Klienten und Klientinnen am Anfang ganz andere Gründe nennen, als zum Ende der Analyse.

Martins Bewertung: Man merkt Frau Phoenix an, dass sie weiß, wovon sie spricht und auch großen Praxisbezug zum Thema hat. Die Inhalte sind sehr interessant. Hier tue ich mir heute ein wenig schwer mit Schulnoten. Irgendetwas im Bauch hält mich davon ab, die Bestnote zu geben, kann es aber gar nicht so genau erklären, warum. Aber auch das ist ja eine wichtige Aussage in diesem Podcast: seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Das mache ich jetzt einmal und gebe die Note 1-2.

Günters Bewertung: Was Jesta Phoenix sagt, hat Hand und Fuß. Mir gefällt auch sehr , dass Jesta ein bisschen einen psychologischen Ansatz hat. Note: 1

#2: Verständlichkeit

Jesta Phoenix hat eine angenehme Stimme und ihre Sprechgeschwindigkeit ist auch so, dass man den Inhalten gut folgen und nicht immer „gedanklich hinterherhetzen“ muss. Es ist sehr angenehm, ihr zuzuhören.

Jede einzelne Folge ist gut strukturiert und bringt sowohl theoretische Background-Informationen zum Thema als auch praktische Werkzeuge und Übungen, das Ganze gleich in die Praxis umzusetzen.

Martins Bewertung: Ich hätte jetzt ehrlich gesagt keine Idee, wie man den Podcast noch verständlicher aufbereiten hätte können. Daher gibt es hier auch ein klares „Sehr gut“ von mir.

Günters Bewertung: Da gibt es nichts auszusetzen. Note: 1

#3: Nützlichkeit und Learnings für Personal Projects

Es sind einige konkrete Dinge dabei, die man sofort umsetzen kann, wie beispielsweise die 6-Hüte-Methode von Edward de Bono oder die Motivationstypologie von Gretchen Rubin.

Man muss natürlich sagen: Über dieses Thema kann man fast endlos sprechen, und es wären wahrscheinlich auch locker möglich gewesen, 20 oder 30 Podcast-Folgen mit interessanten Inhalten zum Thema zu füllen. In diesen vier Folgen wurden aber wirklich wesentliche Dinge herausgearbeitet und auch alles gut auf den Punkt gebracht.

Einige konkrete Learnings zum Mitnehmen:

  1. Hol dich da ab, wo du bist. Nimm die Struktur, Werkzeuge, Gewohnheiten, die du eh schon hast. Da bist du eh schon nah dran am Perfekten. Beobachte dich und entwickle das weiter. Du wirst langfristig nur dem folgen, was dir gut tut.
  2. „Eigentlich müsste ich nur machen…” – Ja, wenn es so einfach wäre, dann hättest du es schon gemacht!
  3. „Ich glaube nicht an Disziplin als Allheilmittel. Manchmal hat der Schweinehund auch recht.” Manchmal ist der Schweinehund auch ein guter Wachhund.
  4. Der notwendige nächste Schritt kann auch eine Auszeit sein: „Auszeit ist einfach das Gegenteil dessen, von dem du gerade zu viel hast.” (Gerade jetzt für den Sommer vielleicht ein guter Tipp!)
  5. „Welche Erlaubnis brauchst du, um das Projekt in die Welt zu bringen?“
    • z.B. die Erlaubnis, Angst zu haben; es unperfekt zu machen; es auf meine Art zu machen…
    • Diese Erlaubnis kann dir niemand von außen geben…
  6. Projekte als Experimente sehen

Martins Bewertung: Die vorgestellten Werkzeuge und auch der theoretische Background haben mich auf jeden Fall wieder ein wenig schlauer gemacht. Viel mehr ist in dieser kurzen Podcast-Serie auch nicht möglich. Darüber hinaus gibt es ja auch noch Shownotes zu jeder einzelnen Folge, in der man das Wissen anhand der angeführten Links auch noch vertiefen kann. Insgesamt also auch hier für mich ein „Sehr gut“.

Günters Bewertung: Ich beschäftige mich jetzt wirklich intensiv mit allem rund um Personal Projects und auch mit Selbstmanagement, und dennoch habe ich einige wirklich gute und inspirierende Anregungen bekommen. Also, das hat schon Hand und Fuß! Über die vier Folgen hin ist es vielleicht ein bisschen redundant. Andererseits: Man soll die Folgen ja auch einzeln hören können, ohne die anderen gehört haben zu müssen. Von da her ist das schon okay. Note: 1

#4: Wow-Faktor und Empfehlungs-Faktor

Martins Bewertung: Ich kann mir vorstellen, dass das Thema nicht jeden fesselt. Für alle, die ihren Projekt-Schweinehunden allerdings ein wenig auf den Zahn fühlen wollen, kann man eine klare Empfehlung aussprechen. Der Wow-Faktor ist bei mir dennoch ein wenig ausgeblieben. Dafür war mir die ganze Serie dann vielleicht auch ein wenig zu unspektakulär. Das ist jetzt auch vielleicht ein wenig ungerecht, weil die Nüchternheit und Sachlichkeit dem Podcast inhaltlich auch gut tut. Damit ich zum Stammhörer von Frau Phoenix werde, fehlt aber ein wenig die „Action“.

Günters Bewertung: Ich empfehle den Podcast! Wenn nur alle Podcasts so wären! Diese Podcast-Miniserie ist sehr nah an dem, was ich mir auch denke. Das passt sehr gut zum Personal Project Management Ansatz, da schwimmen wir auf einer Wellenlänge. Ich muss aber dazu sagen: Ich habe aber noch nicht viele andere Podcast-Folgen von Jesta Phoenix gehört. Kann daher nicht für den Podcast an sich sprechen. Dennoch: Hört euch das ruhig an und schaut mal, ob euch das gefällt. Und wenn, dann abonniert den Podcast, Jesta wird sich freuen. Note: 1

Wen das Thema „Selbstmanagement“ genauer interessiert, dem empfehle ich auch die Staffel 2 von [Projekt: Leben], die stand unter dem Motto: „Selbstmanagement – Viel mehr als To-Do-Listen“.


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